2022

21. September 2022
Soziale und ökologische Nachhaltigkeit entlang globaler Lieferketten – Anforderungen an ein europäisches Lieferkettengesetz

Im Rahmen der Fairen Woche mit dem Motto Fair steht dir! organisierten das biz und die Regionalgruppe der Kampagne für Saubere Kleidung in Zusammenarbeit mit weiteren Partner:innen eine Gesprächsrunde mit verschiedenen Akteuren aus Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Politik zum Entwurf der EU-Kommission für ein europäisches Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LKSG). Volkmar Herr, Geschäftsführer International bei der IHK Bremen kritisierte die vielen unbestimmten Rechtbegriffe in dem Entwurf und sah vor allem eine mögliche zivilrechtliche Haftung von Firmen als problematisch an. Dem gegenüber formulierte Diana Sanabria, Mitarbeiterin der Nordkirche und aktiv bei der Kampagne für Saubere Kleidung und der Initiative Lieferkettengesetz, dass die zivilrechtliche Haftung essentiell sei für ein wirksames LKSG. Unternehmer Nils Rabens, der mit Koma Schlafgut ökologische Bettwaren anbieten, die in Deutschland produziert werden, erwartet sich von einem LKSG vor allem gleiche Standards für alle Wettbewerber:innen. MdEP Joachim Schuster betonte die Notwendigkeit der Einbeziehung von Nichtregierungsorganisationen und Gewerkschaften. Moderatorin Ima Drolshagen und die 25 Besucher:innen freuten sich am Ende mit den Veranstaltenden über eine gelungene, kontroverse und inhaltlich anspruchsvolle Veranstaltung.

20. September 2022
Mit einem EU-Lieferkettengesetz zu fairen und nachhaltigen Produkten?

Gemeinsam mit Johanna Zschornack vom BeN und Nele Wiehenkamp vom biz diskutierte Tiemo Wölken, MdEP auf seinem Twitch-Kanal über das EU-Lieferkettengesetz und seine Umsetzung. Bis zu 80 Zuschauer:innen verfolgten zeitgleich die Diskussion. Neben vielen Fragen, die die beiden Referentinnen an Tiemo Wölken richteten, gab es auch interessierte Beiträge aus dem Publikum. Auch wurde viel über nachhaltigen Konsum allgemein und ökofaire Siegel im Speziellen gesprochen.
Das Video ist hier abrufbar.

16. September 2022
Auftakt Faire Woche 2022: Ökofaire Modenschau

Das SDG 8 Menschenwürdige Arbeit mit Fokus auf Textilien war der Fokus der diesjährigen Fairen Woche. Dies hat sich der Koordinationskreis Faire Woche Bremen zum Anlass genommen, Bremer Bürger:innen mit einer ökofairen Modenschau für nachhaltige Alternativen zur Fast Fashion Industrie zu begeistern. Mit 15 motivierten ehrenamtlichen Models, die sich ökofaire Mode aus den Geschäften Fairtragen, Georgs Fairkauf, Contigo, Weltladen Bremen, Tadellos und Boutique M aussuchten, wurde die Modenschau ein Fair Fashion Erfolg.
Während der zwei Stunden dauernden Aktion in der Markthalle Acht kamen in kleinen Interviews neben den Fachgeschäften des Fairen Handels auch Expert:innen vom biz und der Kampagne für Saubere Kleidung zu Wort und berichteten zu den Besonderheiten ökofairer Siegel, den Vorteilen nachhaltiger und zertifizierter Mode und den Problemen in der Fast Fashion-Industrie.

13. Juli 2022
Besuch Bildungszeit im biz

12 Teilnehmende der Bildungszeit „Die Welt unter einem Dach“ besuchten in zwei Kleingruppen das Infozentrum, um sich über das biz und seine Arbeit zu informieren. Nach einer grundlegenden Einführung zum biz und seiner Arbeit gab es vertiefende Fragen und Diskussionen zu Möglichkeiten des persönliches Engagements und dem Sinn zivilgesellschaftlicher Arbeit.

9. Juli 2022
KulturMitmachMarkt: Bildung ist ein Menschenrecht Lernen für eine nachhaltige Zukunft

Der KulturMitmachMarkt (KuMiMa) 2022 wurde ein Fest für die Bildung für nachhaltige Entwicklung. Trotz großem Parallelprogramm in der Stadt- u.a. der Bremer Sambakarneval-und unsteten Wetterbedingungen kamen ca 300 bis 350 Besucher:innen, zur Veranstaltung „Bildung ist ein Menschenrecht- Lernen für eine nachhaltige Zukunft“ in den Garten der Menschenrechte/ Rhododendronpark.

Isabell Müller, Landeskoordinatorin für Bildung für nachhaltige Entwicklung sprach das Grußwort im Namen der Bildungsbehörde, nachdem die Senatorin gesundheitlich verhindert war. Dieter Mazur, Vorsitzender vom BUND, ging im weiteren Verlauf des Bühnenprogramms nochmal konkret auf Nachhaltigkeitsziel 4 ein, in dem es um Hochwertige Bildung weltweit geht.

Insgesamt haben sich vier Schulen am KuMiMa beteiligt: ein Kunstkurs gestaltete mit ihrer Lehrerin den diesjährigen Flyer und Plakate, ein weiterer Kurs des Gymnasium Horn führte eine Performance auf. Viertklässler:innen der Grundschule Freiligrathstraße sangen, die Wilhelm Focke Oberschule war mit ihrer Schülerfirma und dem Lernkonzept FREI-Day vor Ort. Die Oberschule Leibnizplatz präsentierte zusammen mit ihren namibischen Austauschschüler:innen ihre Ergebnisse rund um das Thema Plastik, die im Rahmen des entwicklungspolitischen Schüleraustauschs entwickelt wurden- in Form einer kleinen Ausstellung und dialogisch auf der Bühne.

Die Besucher:innen verweilten in diesem Jahr gerne an den Info-Mitmachständen. Rätsel lösen (Terre des Hommes), Infos bestimmten Ländern zuordnen (UNICEF), Stencil Druck (CCC), Papierkästen falten (Nabu), Schmuck aus Zeitung (Norddeutsche Mission) und Lesezeichen basteln (Human & Environment), Hindi schreiben lernen (Shaktiya), Einkaufen ohne Worte (Amnesty International). Das Repaircafe kochte Kaffee mit ihrer mitgebrachten Solarzelle und gab Fachwissen weiter, wie Elektrogeräte repariert werden können. Die Schülerfirma Naschgarten verkaufte Selbstgemachtes aus dem Garten. Beim biz Stand wurde die Meinung der Besucher:innen zum Thema lernen eingeholt „Was ist gute Bildung für Dich?“Jung und Alt waren hier einer Meinung: das wichtigste Kriterium für gute Bildung, so ergab die Umfrage, ist Chancengleichheit, bzw. inklusive Bildung, um Bildungsgerechtigkeit zu erlangen.

2. Juli 2022
Führung durch die Ausstellung „Fair denken & Kreativ Handeln“

Die Promotorin für den Fairen Handel führte im Rahmen des Blumenthaler Sommerfestes interessierte Bürger:innen durch die Ausstellung „Fair denken&Kreativ Handeln“, die für zwei Monate im Doku Blumenthal zu sehen war. Die Teilnehmenden erfuhren neue Informationen rund um den Fairen Handel und seine  Besonderheiten und hatten dann noch genügend Zeit, sich die Ausstellung selbst anzusehen. Abgerundet wurde die Führung durch ein kleines Quiz, in dem das Wissen der Teilnehmenden auf die Probe gestellt wurde.

23. Juni 2022
Das Verblassen der Welt oder Auslandsjournalismus in der Krise

Knapp 20 Menschen fanden sich in der Krimibibliothek der Stadbibliothek Bremen ein, um den Ausführungen des langjährigen Auslansdskorrespondenten Marc Engelhardt zu folgen. Der Journalist stellte wesentliche Ergebnisse seiner kürzlich erschienen Studie „Das Verblassen der Welt“ vor, für die er die Auslandsberichterstattung zahlreicher deutscher Zeitungen ausgewertet hatte. Das wenig überraschende Ergebnis: am meisten wird in der deutschen Tagespresse über USA, Großbritannien, Frankreich und Österreich berichtet. Der globale Süden kommt äußerst selten vor, was unter anderem dazu führt, dass wir Entwicklungen in vielen Ländern sowie die Anbahnung von Krisen und Konflikten nur selten frühzeitig wahrnehmen. In der anschließenden Diskussion mit Moderator Luka Spahr (Deutscher Journalistenverband) und dem Publikum ging es um Ursachen der Entwicklungen und mögliche Auswege bzw. Perspektiven.

21. Juni 2022
May the EU supply chain law bring improvements for textile workers worldwide?

Das biz und die Bremer Regionalgruppe der Kampagne für Saubere Kleidung luden in Zusammenarbeit mit der Senatskanzlei zu einer öffentlichen Veranstaltung mit der am Vortag ausgezeichneten Preisträgerin des 17. Bremer Solidaritätspreises, Rukmini Vaderapura Puttaswamy, ins Übersee-Museum ein. Nach der Vorstellung der Preisträgerin und ihrer Arbeit durch die Aktivistin Parvathi von der indischen Organisation CIVIDEP, stellte Johanna Zschornack (BeN) den Entwurf für ein europäisches Lieferkettengesetz (LKG) im Vergleich zum bereits existierenden deutschen LKG und die Kritik deutscher NGOs daran vor. Anschließend kommentierte Rukmini V. P. den Gesetzentwurf aus ihrer (indischen) Sicht. Sie betonte die Relevanz von Sanktionsmöglichkeiten und forderte von den Brands (Marken), dass sie sicherstellen, dass es in dem Produktionsstätten, in denen sie produzieren lassen, Gewerkschaften existieren. Auch für Fragen an Rukmini zu ihrer Arbeit blieb noch Zeit. Insgesamt war es ein ergiebiger Austausch für beide Seiten.

16. Juni 2022
Dear Future Children – Schulkinowoche Bremen

Im Rahmen der Schulkinowochen Bremen und Bremerhaven wurde der Dokumentarfilm Dear Future Children von Franz Böhm gezeigt. 42 Schülerinnen und Schüler aus Berufsschule und Oberschule waren mit ihren Lehrer:innen am Vormittag in das Kino Gondel gekommen, um den sehr informativen und berührenden Film über drei jungen Aktivistinnen, die sich in Afrika, Asien bzw. Südamerika für Klimaschutz, Menschenrechte, Demokratie und soziale Gerechtigkeit engagieren, anzusehen. Nach dem Film stand Johannes von Minden aus dem Produktionsteam des Films für Fragen und Diskussion zur Verfügung. Neben Fragen zum Film waren die Zuschauer:innen auch an Hintergründen und Ursachen der jeweiligen Konflikte sowie dem Verbleib der Aktivistinnen interessiert. Gertraud Gauer-Süß (biz) moderierte die Diskussion.

14. Juni 2022
Schulworkshop in der Austellung „Vergessene Welten“

Am Schulworkshop nahmen zwei zehnte Klassen teil, die mit ihren Geographie-Lehrer:innen gekommen waren. Zum Einstieg stellte Birte Habel die Fragen: Was wünschst du dir von den Medien? Worüber sollen sie berichten? In vier Gruppen ging es dann mit der Erkundung der Ausstellung zu verschiedenen Aspekten los. Dabei konnten alle auch auf die mitgebrachten Weltkarten „let diversity speak“ und „Perspektive wechseln“ schauen, die Dorothea Lätzel (FÖJ) ausgebreitet hatte. In allen Gruppen tauchte die Frage auf, was für die Schüler:innen Indikatoren für eine wichtige Nachricht wären. Zum Abschluss wurden alle Antworten präsentiert und wieder Bezug auf die Einstiegsfrage genommen. Dabei kam heraus, dass sich die Schüler:innen mehr positive Nachrichten wünschen und auch gern mehr über zukunftsweisende globale Entwicklungen in den Medien sehen würden.

2. Juni 2022
Vergessene Welten oder brauchen wir mehr Berichterstattung über den Globalen Süden?

Zur Eröffnung der Ausstellung Vergessene Welten – Über die mediale Vernachlässigung des Globalen Südens fanden sich über 30 Besucher:innen in der Krimibibliothek der Stadtbibliothek Bremen ein. Nach einer Videobotschaft von Dr. Ladislaus Ludescher, auf dessen gleichlautender Studie die Ausstellung basiert, begann Moderator Christoph Sodemann die Podiumsdiskussion zur Frage nach der Berichterstattung über den Globalen Süden mit den Gästen Lisa Urlbauer vom Bonn Institute for Journalism and Constructive Dialoge und Frank Schulte, stellvertretender Chefredakteur von Radio Bremen. Die rege Diskussion drehte sich u.a. um die Rolle der sozialen Medien, die Wünsche, Interessen und Ansprüche der Zuschauer:innen bzw. Leser:innen und die mehr oder weniger diverse Zusammensetzung von Redaktionen. Lisa Urlbauer sagte, dass die Menschen nicht noch mehr negative Nachrichten wollten und benannte Kriterien für konstruktiven Journalismus. Frank Schulte betonte, dass das Publikum heute viel mehr Erklärungen und Einordnungen erwarte und Radio Bremen sich diversity als strategisches Unternehmensziel gesetzt habe, da man wisse, dass durch diverse Redaktionen auch andere Themen als die üblichen auf die Agenda gesetzt würden. Abschließend hatte das Publikum noch Gelegenheit zu Fragen und Kommentaren, wobei der Wunsch nach mehr Berichten über den Globalen Süden bzw. zu globalen Themen deutlich formuliert wurde.

20. und 25. Mai 2022
Studierende besuchen das biz

In zwei Kleingruppen zu je sieben-acht Personen besuchten Studierende aus dem Seminar Internationale Soziale Arbeit an der Hochschule Bremen an zwei Nachmittagen mit den Dozent:innen Herrn Schaefers und Frau Suckut das Infozentrum, um sich über die Arbeit des biz zu informieren und zu bestimmten Themen zu recherchieren. Insbesondere die Themenkoffer, die das biz kostenlos verleiht, wurden mit Interesse angeschaut. Zu Themen wie Zwangsprostitution, Social Profiling oder auch Menschenrechte von indigenen Völkern fanden die Studierenden Aufsätze im Zeitschriftenarchiv, bzw. Bücher in der Bibliothek. Das Angebot, das biz als Treffpunkt für kleine Arbeitsgruppen für die Weiterarbeit an Präsentationen zu nutzen, kam ebenfalls gut an.

19. Mai 2022
Die Entwicklunsgpolitik der EU

Wie sieht die Entwicklungszusammenarbeit der EU aus und wie bewerten unterschiedliche Akteure sie? Zur Beantwortung dieser Fragen hatte ein Veranstalterbündnis aus Europapunkt Bremen (EPB), Bremer entwicklungspolitischem Netzwerk (BeN), Afrika-Netzwerk Bremen (ANB), Internationalem Ausschuss der SPD Bremen (AIA), Joachim Schuster (MdEP) und biz eine hybride Veranstaltung mit Jane Nalunga (Seatini, Uganda), Francisco Mari (Brot für die Welt), Michael Popp (Team Europe direct) und dem Bremer Europa-Abgeordneten Joachim Schuster organisiert, wobei letzterer wegen kurzfristiger Verhinderung nicht dabei sein konnte. Nach Auftaktstatements der Referent:innen entspann sich eine Diskussion um verschiedene Themenfelder: die Interessen, die mit der EZ der EU verfolgt werden, die mangelnde Kohärenz zwischen der Agrar- und der Entwicklungspolitik der EU, die Einbeziehung von NGOs aus der EU bzw. Afrika bei der Entwicklung und Durchführung von Maßnahmen und die Interessen Chinas in EZ in Afrika.
Während sich 25 Personenen im EPB eingefunden hatten, waren 8 weitere online dabei.

19. Mai 2022
Methoden-Stammtisch Globales Lernen

Das Kartenset „Gewagt. Frieden und Freiheit gestalten“ stand bei diesem Stammtisch zum Ausprobieren und Reflektieren auf dem Programm. Von den sechs Kategorien wurden vor allem „Frieden und Freiheit … in Bildern“ und „Frieden und Freiheit … in Rätseln“ direkt ausprobiert. 19 Bildkarten luden dazu ein, den eigenen Horizont zu erweitern und auch ungewohnte Perspektiven einzunehmen. Die Karten sind zwar klein, lassen sich aber in Kleingruppen gut einsetzen, denn jede:r interpretiert sie anders und Bilder wirken direkter auf unser Bewusstsein ein, als Texte. Auf den Rückseiten der Bildkarten regen Fragen zum Weiterdiskutieren an. Die 20 Rätselkarten eignen sich gut als Türöffner – es wird geraten, geschätzt und es müssen Zitate ergänzt werden. Das kann auch zum Abschluss des Themas eingesetzt werden.
Im Anschluss war noch Zeit zum allgemeinen Austausch über den Einsatz im Unterricht anlässlich aktueller Kriege, z. B. in Syrien oder in der Ukraine.

3. Mai 2022
Digitaler Projektauftakt „1 aus 17 – misch dich ein!“

Der Auftakt für das Projekt „1 aus 17 – misch dich ein!“ konnte mit technischer Unterstützung des 17Ziele-Teams von Engagement Global mit fast allen teilnehmenden Schulen stattfinden. Die siebten und achten Klassen erhielten Infos zu den 17 Zielen – auch in Form von Plakaten und Bierdeckeln, die ihnen im Vorfeld zugeschickt wurden. Trotz Klimakrise, Krieg und Corona gelang es, etwas Positives zu finden, das den Schüler*innen Hoffnung gibt, eigene Projekte an ihren Schulen zu initiieren und durchzuführen. Beispielsweise wurden erste Ideen gesammelt, was an den Schulen verändert werden könnte, damit sich möglichst viele dort wohler fühlen. Das Projekt wird gefördert von der PwC-Stiftung, Bingo – der Umweltlotterie, der Senatorin für Kinder und Bildung, der Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau, der Senatskanzlei Bremen, vom BeN, dem BUND und von Energiekonsens Bremen.


28. April 2022
Krebstherapie im globalen Süden

Max Klein von der BUKO-Pharmakampagne war auf Einladung des Bremer Entwicklungspoltischen Netzwerks (BeN) und des biz nach Bremen gekommen um über dieses Vielen sicher fremde Thema zu referieren. Nach einer kurzen Vorstellung der Pharmakampagne skizzierte er die medizinische Situation im globalen Süden anhand konkreter Länderbeispiele und stellte die wesentlichen Unterschiede zur medizinischen Versorgung in den meisten Ländern des Globalen Nordens vor. Krebserkrankungen sind, im Gegensatz zu Corona oder Ebola, nicht ansteckend und die Therapien werden meist individuell auf die Patient*innen abgestimmt. Zudem sind viele der eingesetzten Medikamente relativ teuer, wodurch sie für zahlreiche ärmere Patient*innen in Ländern ohne soziale Sicherungssysteme unerschwinglich sind. Daher ist das Interesse der Industrie in die Medikamentenentwicklung zu investieren vorrangig auf den Krankheiten bzw. Patient*innen im Globalen Norden fokussiert. Abschließend stellte Klein Ansatzpunkte für Politik bzw. Zivilgesellschaft  zur Verbesserung der Situation vor: z.B. mehr Aufmerksamkeit für die Problematik generieren, die Gesundheitssysteme stärken und die Forschungslandschaft umstrukturieren vor. Die sieben interessierten Zuhörer*innen diskutierten diese und weitere Ansätze rege mit dem Referenten.

5. April 2022
Frieden und Menschenrechte

Zu sechst, vier Jugendliche, eine Vertreterin des Freundeskreis Garten der Menschenrechte und die biz Koordinatorin für Menschenrechte, setzten sich im Rahmen des PULScamps (ein Camp für das Ehrenamt) mit dem Thema Menschenrechte und Frieden im öffentlichen Raum auseinander. Stationen auf dem Spaziergang waren das Brinkmann Mosaik im Hauptbahnhof, das Anti- Kolonial- Denkmal im Nelson-Mandela Park, der Friedenstunnel und die Wanderausstellung „Bremen-Stadt der Menschenrechte“, die in der Unser Lieben Frauen Kirche ausgestellt war. Das Motto des Tages ist im Friedentunnel durch die Worte von Khazan Gul Tani nachzulesen: ,Jede*r Mensch sollte einmal am Tag für ein paar Minuten inne halten und darüber nachdenken, was kann ich für den Frieden tun. Am Ende des Seminars wurde deutlich, dass Engagement oft eines langen Atems bedarf um beispielsweise gegen „Diskriminierung“ anzugehen. Aber es ist auch eine Pflicht für die eigenen Rechte zu kämpfen und sich für andere solidarisch einzusetzen (Art. 29 der Menschenrechte). Wir haben eigentlich gar keine ;;Wahlmöglichkeiten;;. Ungerechte Strukturen werden nicht einfach enden. Es bedarf unser aller Engagement. Dies gilt für die Menschenrechte ebenso wie für den Frieden.

16. März 2022
Besuch Bildungszeit im biz

In zwei Kleingruppen zu je fünf Personen besuchten die Teilnehmer*innen der Bildungszeit Afrika – Ein Kontinent der Vielfalt und Gegensätze mit der Leiterin Frau Stabel das Infozentrum, um sich über die Arbeit des biz zu informieren. Insbesondere die Mitträgergruppen, deren Arbeit ihren Fokus auf dem afrikanischen Kontinent hat, wurden vorgestellt. Weitere Fragen, die im Rahmen des Besuchs diskutiert wurden, waren beispielsweise Was können wir hier, als Einzelperson tun zur Beseitung von Ausbeutung und globalen Ungleichheiten? Was müsste auf der politischen Ebene getan werden?

12. März 2022
Eröffnung der Ausstellung „Bremen-Stadt der Menschenrechte“

Nach der Begrüßung der rund 30 Gäste durch Pastor Stefan Kreutz, für die Gemeinde Unser Lieben Frauen und Gudrun Stuck für den Freundeskreis Garten der Menschenrechte stimmte Dennis Beitler am Klavier die Besucherinnen musikalisch ein mit Imagine von John Lennon. Der ehemalige Bremer Bürgermeister Dr. Henning Scherf und Prof. Eva Senghaas-Knobloch (Freundeskreis Garten der Menschenrechte) eröffneten die Ausstellung in der Kirche mit einem Dialog über die Relevanz und Schwierigkeiten bei der Umsetzung der Menschenrechte. Henning Scherf berichtete über ein Umdenken bei Bremer Politiker*innen im Hinblick auf den Brechmitteleinsatz bei Drogendealern in den 2000er Jahren nach dem Tod eines Dealers im Polizeigewahrsam. Aus seiner Sicht ist der Umgang Bremens mit seiner Kolonialgeschichte weiterhin ausbaufähig und bei weitem noch nicht abgeschlossen. Den Abschluss der sehr berührenden Veranstaltung bildete das gemeinsame Anzünden von Kerzen und Singen von „Donna nobis pacem“ als Ausdruck des Wunsches nach Frieden und zum Gedenken an die Opfer des Ukraine- Krieges.

6. Februar 2022
Eröffnung der Ausstellung „Bremen – Stadt der Menschenrechte“

Pastorin Saskia Schulheiß lud an diesem Sonntag ihre Gemeinde zur Wiedereröffnung des frisch renovierten Gemeindehauses ein. Vor 70 Besucher*innen lud Gudrun Stuck im Anschluß an den Gottesdienst ein, im Anschluß die Ausstellung „Bremen – Stadt der Menschenrechte“ zu besuchen. Mehrere aktive Mitglieder des Freundeskreises, darunter auch die Initatorin Witha Winter von Gregory, waren anwesend und standen für Gespräche zur Ausstellung und über verschiedene Menschenrechtsthemen bereit.

27. Januar 2022
Methoden-Stammtisch Globales Lernen

„Emotional trotz digital?“ war die Frage des Online-Stammtisches, die Birte Habel zur Anregung des Austauschs zu digitalen Tools stellte. Gemeinsam probierten die Teilnehmenden das Tool app.icebreaker.online aus, mit dem es möglich ist, die Methode „Ich bin ich und dies ist mein Bild“ online durchzuführen. Mittlerweile stehen acht verschiedene Bildkartensets zur Verfügung und „Gefühlswelten“ wurde ausprobiert. Jede*r TN konnte sich ein Bild aussuchen und anschließend zur Frage „Wie nimmst du die aktuelle Situation wahr?“ Stellung nehmen. Die Methode lässt sich in allen Phasen einer Veranstaltung zur Stimmungsabfrage nutzen und bietet aufgrund der Vielzahl an Bildern für jede*n etwas. Alternativ könnte man auch eigene Bilder in eine Präsentation einfügen und diese den TN freigeben. Im Anschluss war noch Zeit zum allgemeinen Austausch über wichtige Aspekte der Online-Moderation, um Emotionen zu fördern. Dazu gehören z. B. die Kameras einzuschalten und selbst auch in die Kamera zu schauen, Geduld zu haben und kollaborative Formen der Zusammenarbeit zu wählen.

25. Januar 2022
Stammtisch der Kampagne für saubere Kleidung – Regionalgruppe Bremen, Vortrag von Bremer Modelabel „umzu“

Die Gründer*innen des kleinen Bremer Labels UMZU, Jana Hüntelmann und Kim Onken, berichteten beim CCC-Stammtisch wie sie dazu kamen ein Modelabel zu gründen und was ihnen dabei wichtig war bzw. ist. Eine Siebdruckmaschine gab den Anstoss. Die beiden Lehrerkräfte wollten herausfinden, ob es gelingt, ein ökologisch und sozial verträglich produziertes T-Shirt, möglichst in Europa hergestellt, anzubieten. Sie fanden einen Produzenten von GOTS-zertifizierten T-Shirts und veredelten die T-Shirts mit einem schlichten aber attraktiven Siebdruckmotiv auf dem Rücken. Nun haben sie die Hälfter ihrer ersten Produktion von 100 T-Shirts verkauft und planen die nächste Auflage. Auf ihrem Weg in die Textilbranche lernten sie zahlreiche Menschen kennen und sammelten vielfältige Erfahrungen, die sie nicht mehr missen möchten. Doch auch wenn das ganze Spaß macht, planen die beiden in ihrem angestammten Beruf zu bleiben und die T-Shirtproduktion als ein interessantes Hobby weiter zu betreiben. Die Anwesenden, Mitglieder der Bremer CCC-Gruppe und Interessierte, nutzten die Gelegenheit mit den beiden Gründer*innen unterschiedlichste Aspekte z. B. der Preisgestaltung und Vermarktung zu diskutieren.

2021

13.-17. Dezember 2021
Lassen sich Armut und Hunger beseitigen? Von der Entwicklungshilfe zur Entwicklungszusammenarbeit

Zum Abschluss der Bildungszeit „Lassen sich Armut und Hunger beseitigen? Von der Entwicklungshilfe zur Entwicklungszusammenarbeit“ besuchten die 12 Teilnehmenden das biz-Infozentrum. Sie informierten sich über die Angebote und die Arbeit des biz und seiner Gruppen. Anschließend diskutierten sie mit Angelika Krenzer-Baß (1. Vorsitzende) und biz-Geschäftsführerin Gertraud Gauer-Süß über verschiedene Möglichkeiten des persönlichen und politischen Engagements. Die Bildungszeit ist eine Kooperation zwischen der VHS Bremen und dem biz und wird regelmäßig von der VHS angeboten.

10. Dezember 2021
Austausch über Menschenrechte am Tag der Menschenrechte

Am Internationalen Tag der Menschenrechte besuchte die VHS Gruppe von Dr. Häs die Wanderausstellung „Bremen-Stadt der Menschenrechte“ in Blockdiek. Nachdem sich die Gruppe (14 Personen) in der Bildungszeit ausführlich mit der Philosophie der Menschenrechte beschäftigt hatten, erfuhren sie in der Ausstellung über verschiedene Bremer*innen und Organisationen, die sich aktiv für die Menschenrechte einsetzen. Es folgte eine lebhafte Diskussion über aktuellste Themen und es wurde ein Blick in die Zukunft gewagt: Wie würde eine Ausstellung zu Menschenrechten in 10 Jahren aussehen

10. Dezember 2021
Den Garten der Menschenrechte erleuchten

Das zweite Jahr in Folge trafen sich Personen des Freundeskreis Garten der Menschenrechte, biz und andere am „Geburtstag“ der Menschenrechte im Garten der Menschenrechte, um an die weltweit gültige UN Menschenrechtscharta von 1948 zu erinnern. Dieses Mal machten sich Menschen von den verschiedenen Eingängen des Rhododendronparks her auf den Weg zur Botanika und stellten Kerzen an die Bronzebänder der Menschenrechtsartikel entlang des Weges ab. Vor der Botanika wurden Texte von Kofi Anan und Eleonor Roosevelt vorgetragen, zwei wichtige Persönlichkeiten für den Einsatz der Menschenrechte.

2. Dezember 2021
Ackergifte Made in Germany – Was können wir gegen Doppelstandards im weltweiten Pestizidhandel tun?

Bei der Online-Veranstaltung referierte Wiebke Beushausen vom INKOTA-netzwerk e.V. zur weltweiten Pestizidproduktion und -verwendung. Während die Produktion zu etwa 70% in der Hand von 4 großen Konzernen im Globalen Norden (darunter BAYER und BASF) konzentriert ist, werden die meisten Pestizide im Globalen Süden eingesetzt. Gerade als hochgefährlich klassifizierte Substanzen, die in der EU verboten sind, werden in Afrika, Lateinamerika und Asien angewendet, armutsbedingt häufig unter Nichteinhaltung von notwendigen Schutzmaßnahmen. INKOTA hatte daher zusammen mit dem Pestizid-Aktions-Netzwerk (PAN) eine Kampagne gegen Doppelte Standards in der Pestizidindustrie gestartet.
Im Anschluss an den Input von Wiebke Beushausen stellte Jan Kohlmüller die Ziele und Aktivitäten von Biostadt Bremen vor. Im Anschluss diskutierten beide Referent*innen mit den 18 Teilnehmenden über verschiedene Aspekte und Herausforderungen in der Landwirtschaft weltweit. Die Aufzeichnung der Veranstaltung ist bei Youtube zu finden unter: https://youtu.be/nrsYh8EFZtI

2. Dezember 2021
Marzipan-Seminar

Das biz bot gemeinsam mit dem evangelischen Bildungswerk ein Seminar zum Thema Marzipan in der Themenreihe „Speisen auf Reisen – Essen mit Migrationshintergrund“ an. Neun interessierte Teilnehmer:innen lernten nicht nur, dass Marzipan aus Zucker, Mandeln und Rosenwasser besteht, sie konnten sich auch selber daran versuchen, es herzustellen und erfuhren mehr über die historischen Zusammenhänge zwischen den Zutaten und Marzipan selber und den weiten Weg, den das Marzipan zurückgelegt hat, um heute in vielen süßen Speisen zu finden zu sein.

Am Nachmittag fand außerdem eine ausführlichere Betrachtung über die ökologischen und sozialen Kosten der Marzipanherstellung und seiner Zutaten statt. Alles in Allem kam das Seminar bei den Teilnehmenden sehr gut an und sie lernten viele neue Aspekte der ökologischen und sozialen Kosten der Herstellung kennen.

1. Dezember 2021
Eröffnung der Wanderausstellung „Bremen-Stadt der Menschenrechte“ in Blockdiek

Zur Eröffnung der Ausstellung lud Stefan Kunold (Quartiersmanagement Blockdiek) die Musikgruppe Vida vom Kulturtreff Blockdiek ein, welche osteuropäische Lieder sangen und die Veranstaltung mit viel Rythmus in Schwung brachten. Zuvor spielte der 5 jährige Marcel Melodien auf der Gitarre. Frau Bersebach aus dem Kirchenvorstand hieß alle im Haus der Kirche willkommen. Prof. Dr. Eva Senghaas-Knobloch regte mit ihrem kurzen Vortrag die 25 Personen zum Nachdenken über die Menschenrechte an.

25. November 2021
Methoden-Stammtisch Globales Lernen

Mo Witzki, im biz zuständig für das Projekt „Bremen – Stadt der Menschenrechte“, stellte die neuen Gegenstände zum Menschenrechtskoffer vor. Damit können drei verschiedene Zugänge zum Thema Menschenrechte mit SchülerInnen ab 7. Klasse durchgeführt werden. Die Gegenstände sind sehr vielfältig einsetzbar und regen die Fantasie an. Nach den ersten beiden Methoden kamen den TN noch viele Ideen, wie man mit Schüler*innen zu diesem komplexen Themenbereich arbeiten kann und vor allem, wie man sie damit erreicht. Im Anschluss war noch Zeit zum allgemeinen Austausch und das Sichten von anderen Bildungsmaterialien. Sobald der Menschenrechtskoffer in seiner Neuauflage mit den Gegenständen fertig ist, informiert das biz im Newsletter biz-Bildungangebote darüber.

24. November 2021
Fluchtursachen  vorbeugen durch Perspektiven vor Ort – eine Initiative für Straßenkinder in Kamerun  

Samuel Baha, 1. Vorsitzender des Vereins Chancen für alle e.V. stellte im Übersee-Museum den aktuellen Stand des Straßenkinder-Projektes, das sein Verein mit einer Partnerorganisation in Kamerun gestartet hat, vor.

Im zweiten Teil des Vortrags gingen Baha und ein Kollege auf die Motivation der Vereinsmitglieder und die Rahmenbedingung des Projekts ein. Die Initiative zielt darauf ab, einen Ort für benachteiligte Kinder in Kameruns Hauptstadt einzurichten, an dem sie versorgt werden und Zugang zu Bildung haben. So sollen sie eine alternative Lebensperspektive vor Ort bekommen und nicht als Straßenkinder leben müssen. Das Projekt startete vor rund 3 Jahren, hat mittlerweile sechs Kinder und plant Erweiterungen.

Im Anschluss gab es einen angeregten Austausch mit den 12 Teilnehmer*innen, vor allem zu den Herausforderungen, mit denen die Initiator*innen konfrontiert waren, sowie weitere Finanzierungsmöglichkeiten für das Projekt, das sich langfristig selbst tragen soll.

17. November 2021
Die Welt im Zenit. Am Amazonas entscheidet sich unsere Zukunft.

Das Eindringen von internationalen Ölkonzernen gefährdet die kostbare Lebensvielfalt der ecuadorianischen Region der indigenen Gemeinschaft Sarayaku, die seit 10 Jahren einen Kampf gegen diese Konzerne führt. Die Umweltaktivistin und Gründerin des Netzwerks „Frauen für den Amazonas“ Patricia Gualinga und ihre Gemeinde verteidigten das Territorium vor der Ausbeutung durch Ölkonzerne und schafften es, diese zum Rückzug zu zwingen. Begleitet von lateinamerikanischen Liedern berichtete Patricia an diesem Abend per Live-Schaltung vor rund 40 Personen im Übersee-Museum von ihrer Arbeit.

Die Veranstaltung begann mit einem Lied aus Brasilien und endete mit einem kubanischem Salsa. Dazwischen berichtete Patricia in mehreren Abschnitten über ihren Kampf gegen Ölkonzerne, über ihr Leid und wie ihr Regenwald immer weiter zerstört wird, um Unternehmen wettbewerbsfähig zu halten und Kapital zu akkumulieren. Zum Schluss sprach Patricia über die Rolle der Frauen im Kampf gegen die großen Konzerne und die Gefahren, denen sie ausgesetzt sind. Alle 40 Zuhörer*innen waren sehr berührt von ihren Berichten und der Musik.

17. November 2021
Eröffnung der Wanderausstellung Bremen – Stadt der Menschenrechte in Lesum

Um 18 Uhr eröffnete Achim Krebber, Pastor der St. Martini Gemeinde zu Lesum, den Gottesdienst zu dem diesjährigen Buß- und Bettag. Die goldene Regel „Alles, was ihr wollt, das euch die Menschen tun, das tut auch ihnen!“ ((Matthäus 7:12; Lukas 6:31) Einheitsübersetzung, 2016) bildete eine gute Überleitung zur Ausstellungseröffnung der Ausstellung, zu der auch Martin Hausmann anwesend war. Martin Hausmann, der zuvor Pastor in Bremen-Nord gewesen war und aktives Mitglied von Amnesty International, betonte im Gottesdienst und im anschließenden Gesprächskreis nochmal, wie sehr der Inhalt der Ausstellung Mut macht, da viele Bremer*innen in vielfältiger Art und Weise sich für eine gerechtere Welt einsetzen.

3., 10. und 17. November 2021
Meine Handlung zählt

Die Neue Oberschule Gröpelingen will im neunten Jahrgang mit dem Frei Day starten und zwar unter dem Motto „Meine Handlung zählt“. Dazu fanden an jedem Mittwoch der letzten drei Wochen Impulsworkshops zu verschiedenen Themen statt. Das biz war mit bewährten und neuen Angeboten dabei: Klimawandel, Menschenrechte und Monster der imperialen Lebensweise (Uni Kassel) wurden durchgeführt. Nun haben die Schüler*innen die Wahl, für welches Thema sie sich für die Dauer dieses Schulhalbjahrs entscheiden. Kreativ und detektivisch ging es bei der Suche nach urbanen Monstern in der näheren Umgebung der Schule zu (s. Bild).

10. Oktober 2021
Biomarkt-Fest

Das biz hatte sich für das Biomarkt-Fest auf dem Findorffmarkt eine neue Glücksrad-Variante überlegt und das Konzept am Infostand ist aufgegangen. Besucher*innen antworteten auf die zufällig ausgewählten Fragen
„Welches deiner Frühstückprodukte heute Morgen hatte den weitesten Weg?“ oder
„Woher kommt dein T-Shirt/ dein Pullover?“ oder „Was war dein schönstes Reiseziel?“ und klebten jeweils einen farbigen Punkt auf die große Weltkarte am Stand. Das Ergebnis war ein eindrucksvolles Gemeinschaftswerk über unsere globalen Verbindungen. Spezielles Infomaterial zu den Themen Tourismus, Kleidung und Fairer Handel rundeten das Angebot ab.

6. Oktober 2021
Globale Klimagerechtigkeit: Offene Flanke der Bremer Klimaschutzstrategie?

30 Menschen aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft waren zu dieser Veranstaltung ins Konsul-Hackfeld-Haus gekommen, um zu diskutieren in wie weit Bremen als Kommune bzw. als Bundesland bei den lokalen Klimaschutzmaßnahmen auch die globale Klimagerechtigkeit im Blick hat bzw. haben sollte. Nach anregenden Inputs von Michael Michalik (Vors. der Enquetekommission Klimaschutzstrategie für das Land Bremen und Bürgerschaftsabgeordneter der CDU), Ronny Meyer (Staatsrat bei der Senatorin für Klimaschutz), Jonas Daldrup (Projektleiter bei denkhaus Bremen e.V.) und Prof. Dr. Franziska Müller (Uni Hamburg) entspann sich eine kurze Podiumsdiskussion bevor Moderatorin Julia Junge die Teilnehmenden in zwei parallelen Arbeitsgruppen schickte. Dort wurden konkrete Ansatzpunkte für lokale Beiträge zu mehr globaler Klimagerechtigkeit formuliert. In der abschließenden Runde benannten alle Beteiligten ihre wichtigsten Erkenntnisse aus der Veranstaltung. Die Veranstaltung wurde vom Bremer entwicklungspolitischen Netzwerk (BeN) in Kooperation mit dem Afrika Netzwerk Bremen, BORDA, denkhaus Bremen und dem biz durchgeführt.

30. September 2021
MADE IN BANGLADESH

Rund 25 Besucherinnen waren zum Film Made in Bangladesh ins Kommunalkino city 46 gekommen. Der ausgezeichnete Spielfilm beschreibt sehr realitätsnah den Alltag der Näherinnen in Dhakar und ihren leidvollen Kampf für Arbeitsrechte und die Gründung einer Gewerkschaft. Gleichzeitig ist er spannend gemacht, berührt die Zuschauerinnen und gewährt Einblicke in die Gesellschaft Bangladeshs.

Im Anschluss stellten sich Gertraud Gauer-Süß und Jorinde Bartels von der Bremer Regionalgruppe der Kampagne für saubere Kleidung den Fragen des interessierten Publikums. Themen waren n.a. das Arbeitsrecht in Bangladesh, das Lieferkettengesetz und Handlungsmöglichkeiten für Konsument*innen in Deutschland.

30. September 2021
Methoden-Stammtisch Globales Lernen

Birte Habel stellte die Methode „Harvest“, auch bekannt als Fischfang oder Fishbanks, vor. Dabei ging es um die Simulation der Überfischung, also den Umgang mit begrenzten natürlichen Ressourcen, die sich immerhin entsprechend einer Regenerationskurve wieder erneuern konnten. Nach vier Spielrunden war das „Meer“ leergefischt. Dies war der Anlass für einen regen Austausch unter den Teilnehmerinnen, was man mit TN (ab Kl. 9) noch alles in einem Projekt (auch hybrid) machen könnte: Fangmethoden, Störungen durch klimabedingte Einflüsse, Ernährungaspekte, historische Fangzahlen in der Weser, veganer Lachs, Kompromiss aushandeln, Fangquoten berechnen, Aquarien besuchen u. v. m. Im Anschluss war noch Zeit für den allgemeinen Austausch und das Anschauen weiterer Bildungsmaterialien.

14. September 2021
Herbstputz der Menschenrechte

Viele Hände fanden zusammen, um bei schönem Wetter verschiedene Menschenrechtsartikel zu pflegen und im Anschluss etwas über den Garten der Menschenrechte zu erfahren und sich auszutauschen. Die anwesende Konfirmandengruppe kümmerte sich um den Religionsartikel, der weltweit Fundament des friedlichen Zusammenlebens verschiedener Religionsgemeinschaften ist.

11. September 2021
20-jähriges Jubiläum Friedenstunnel

Das biz beteiligte sich mit dem Freundeskreis Garten der Menschenrechte bei den Feierlichkeiten mit einem kleinen Stand mit Stelen der Wanderausstellung „Bremen-Stadt der Menschenrechte“. An diesem Tag sollte das unglaublich ausdauernde Engagement von Regina Heygster im Mittelpunkt stehen und ihr gebührend Anerkennung gezollt werden. Regina Heygster, Intitiatorin und treibende Kraft des Friedenstunnels, steht in der Ausstellung für den Menschenrechtsartikel 18: Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit. Ein Videointerview ergänzt ihre Stele, in der sie über ihre Idee und Motivation berichtet, weshalb sie sich für die Menschenrechte einsetzt.

10. September 2021
Eröffnung Faire Woche

Zum Auftakt der diesjährigen Fairen Woche traten Bremer Politiker*innen aus fünf Parteien gegen den Bürgermeister an. Kirsten Kappert-Gonther (Bündnis 90/Die Grünen), Doris Achelwilm (Die Linke), Lencke Wischhusen (FDP), Sarah Ryglewski (SPD) und Sigrid Grönert (CDU) schafften es, innerhalb einer Stunde für jedes Kilo, das der Bürgermeister auf die Waage bringt, ein fair gehandeltes Produkt an die Bremer*innen zu verkaufen. Damit steht Bürgermeister Andreas Bovenschulte jetzt in der Pflicht, sich im Bundesrat für die Abschaffung der Kaffeesteuer auf fair gehandelten Kaffee einzusetzen. Die Fachgeschäfte des Fairen Handels stellten für die Wette die passende Menge an fair gehandelten Produkten bereit.

3. September 2021
Frouwentränen

50 Besucher*innen waren am Freitagabend in die Martin Luther Kirche nach Findorff gekommen, zum Konzert „Frouwentränen“ des Trio Viaggio. Die Bremer Regionalgruppe der Kampagne für Saubere Kleidung, die Martin Luther Gemeinde, das Trio Viaggio und das biz hatten den Abend gemeinsam entwickelt und gestaltet. Die Anwesenden erlebten eine musikalische Reise durch mehrere Jahrhunderte mit den drei sympathischen und virtuosen Musikerinnen und ihren 20 Blockflöten. Zwischen den Musikstücken gab es Redebeiträge zu den oft menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen der Näher*innen unserer Kleidung, insbesondere unter Pandemiebedingungen und der Arbeit der Kampagne für Saubere Kleidung. Ein abschließendes get together mit der Möglichkeit, die Ausstellung „Ich mache deine Kleidung“ von FEMNET e.V. anzusehen und mit den Veranstaltenden ins Gespräch zu kommen, rundete den Abend ab. Die eingesammelten Spenden werden verwendet für die Unterstützung von Arbeiter*innen, die durch die Coronapandemie betroffen sind. 

28./29. August 2021
HUMAN- internationales Tanztheater

Nach unzähligen Hindernissen durch Covid 19, welche die Pläne des Künstlerkollektiv rund um HUMAN ordentlich durcheinander brachten, feierten diese Ende August mit zwei ausverkauften Aufführungen im Theater Bremen endlich ihre Premiere. Musik und Tanz erzeugten eindrucksvolle Bilder vom  Menschsein und wurde am Ende mit viel Applaus belohnt.

Beim Rein- und Rausgehen ins Theater konnte sich das Publikum am biz  Stand „Menschenrechte-Artikel“ ziehen und „to go“ mitnehmen, als Erinnerung, an den Theaterbesuch und als  Anregung, um im Alltag auf Spurensuche zu gehen. Wo begegnet einem der jeweilige Menschenrechts-Artikel als nächstes? Was bedeutet er für das eigene Leben? Was für einen Stellenwert hat er?

27. Juli 2021
Workingman’s Death

Im Rahmen der Filmreihe zu 100 Jahre Arbeitnehmerkammer Bremen zeigte das Kommunalkino City 46 den Film Workingman’s Death von Regisseur Michael Glawogger. Der mehrfach ausgezeichnete Film aus dem Jahr 2005 zeigt in beeindruckenden Aufnahmen extreme Arbeitsbedingungen und körperliche Schwerstarbeit von Menschen in der Ukraine, in Indonesien, Nigeria, Pakistan und China. Im anschließenden Publikumsgespräch diskutierten Gertraud Gauer-Süß (biz) und Holger Tepe (City 46) Ursachen und Hintergründe der gezeigten Umstände, in wie weit sich die Arbeits- und Lebensbedingungen mittlerweile verbessert haben und was das mit uns hier zu tun hat. Die Fragen und Statements der ca. 25 Zuschauer:innen zeigten, dass dieser Film mit seinen kraftvollen Bildern auch nach 15 Jahren noch tief beeindruckt und berührt.

27. Juli 2021
Fahrradtour zum Garten der Menschenrechte

Im Rahmen des Ferienprogramms PULSCamp der Freiwilligen Agentur erklärten sich 7 junge Erwachsene bereit für einen Tag die Bronzebänder im Garten der Menschenrechte zu säubern. Die Putzaktion wurde mit einer thematischen Fahrradtour verknüpft.

Im öffentlichen Raum gibt es viele Orte welche die Menschenrechte und ziviles Engagement gegen Diskriminierung und Rassismus thematisieren. Man muss nur ,mit offenen Augen, durch die Stadt gehen -oder radeln.;) Entlang des Weges vom biz zum Rhododendronpark wurden Orte angefahren- Mahnmale, Stolpersteine, Bunker, Strassenschilder- die erinnern, mahnen, aufrufen, Geschichten erzählen- aus der Vergangenheit und der Gegenwart. Sie sind bestimmten Gruppen gewidmet, die Diskriminierung erfahren haben und häufig immer noch am Rande der Gesellschaft stehen. Andere Orte sind nach engagierten Personen benannt worden, um ihre Taten nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.
Menschenrechte in den öffentlichen Raum schreiben, war der Gedanke des internationalen Künstlerprojektes INSCRIRE, in dessen Zusammenhang der Garten der Menschenrechte im Bremer Stadtteil Horn-Lehe entstand.

Dort angekommen, erfuhren die jungen Erwachsenen über die Ursprungsidee des Projektes: die Grundlage für das Wohl der Menschen ist die Pflege der Natur. Wenn es der Umwelt schlecht geht, wenn wir sie ausbeuten, schlecht behandeln, dann können Menschen auch kein gutes Leben führen und die Menschenrechte nicht geachtet werden. Der Garten und die Menschenrechtsartikel sind mittlerweile unweigerlich verknüpft mit den 17 Nachhaltigkeitszielen, welche die UN 2015 verabschiedet hat.
Bei der Pflege der Bronzebänder lasen die Jugendlichen gemeinsam die einzelnen Artikel der Menschenrechtscharta und tauschten Ideen und eigene Erfahrungen aus.


24. Juli 2021
(Kreuzfahrt-)Tourismus in Bremerhaven

Rund 20 Lehrkräfte, mehrheitlich aus Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern, kamen für die Lehrer*innen-Fortbildung „Flucht unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit betrachtet – Auswanderer, Geflüchtete und die Sehnsucht nach Ferne“ nach Bremerhaven. Neben Besuchen im Auswanderer- und Klimahaus gestaltete das biz einen Fortbildungstag zum Thema „Nachhaltiger Tourismus und Kreuzfahrttourismus“. Mit interaktiven Elementen, einem Kreuzfahrt-Quiz und Inputs zu den Themen kamen die Teilnehmenden ins Gespräch und diskutierten Ansätze für mehr Nachhaltigkeit. Es gab reges Interesse an den biz-Bildungsmaterialien. Veranstaltet wurde der Sommerkurs vom Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt.

20. Juli 2021
Für- und Versorgen ohne Wachstum! Mit Commons geht das.

Das Aktionsbündnis Wachstumswende Bremen (AWWB), zu dessen Mitgliedern das biz gehört, hatte unter diesem Titel die Autorin und Aktivistin Silke Helfrich ins Cirkus Jokes eingeladen. Anhand von drei praktischen Beispielen – dem Atelier paysan zur kooperativen Entwicklung von Landmaschinen, der Solidarischen Landwirtschaft (SoLaWi) und Open Olitor, einer digitalen, internationalen Plattform, die die SoLaWi unterstützt stellte, sie das Prinzip der Commons vor und erläuterte den rund 30 Anwesenden in wie fern Commons, also Gemeingüter, zu einer Wachstumswende beitragen können. In der anschließenden Diskussion mit dem Publikum ging es sowohl um ökonomische als auch soziale Fragen rund um Commons sowie gesellschaftliche Perspektiven für eine nachhaltige Zukunft.

13.-15. Juli 2021
Eine-Welt-Tage

An der Oberschule am Leibnizplatz nahmen insgesamt 190 Schülerinnen der Jahrgänge 6 und 8 an den Eine-Welt-Tagen teil. Was über ein Jahr Vorlauf hatte und 2020 nicht stattfinden konnte, wurde endlich gut! So konnte das biz an der Schule 23 Workshops organisieren, die größtenteils von externen Referentinnen durchgeführt wurden. Das Motto: „17 Ziele für eine bessere Welt. Schritt für Schritt Bremen und die Welt verändern“. Dank des Einsatzes der Kontaktlehrerinnen und der Schulleitung wurden die drei Tage zu einer runden Sache, die für manche Teilnehmerinnen zum „Highlight des Jahres“ wurden.

10. Juli 2021
KulturMitmachMarkt „Gemeinsam für das (Menschen-)Recht auf Kultur“

Auf dem diesjährigen KulturMitmachMarkt drehte sich thematisch im Garten der Menschenrechte/ Rhododendronpark alles um Artikel 27 der UN Menschenrechtserklärung. Das Recht auf kulturelles Leben.

Carmen Emigholz, Bremens Kulturstaatsrätin seit 2007, hielt zu Beginn der Veranstaltung eine sehr beeindruckende Rede über die Freiheit der Gedanken und der Notwendigkeit der Freiheit und Kultur. Die Notwendigkeit, der Kultur Freiheiten einzuräumen muss neben dem Schutz des Freiraumes auch verknüpft sein mit Zivilcourage einer jeden Person, sollte die Freiheit ,politisch gefärbt, ausgenutzt werden.

Mehr als 16 Infostände sorgten dafür, dass die Besucher*innen auch einen Blick über den Tellerrand werfen und sich auch mit der Menschenrechtssituation in Ländern des globalen Südens auseinandersetzen.
Auch in diesem Jahr gab es wieder viele Kinder, die den KuMiMa besuchten. Eine Stempelrallye, Auftritte von zwei Schulklassen auf der Wiesenbühne sowie die Teilnahme der Bremer Kinderbuchautorin Ulrike Kleinert, die Geschichten für Kinder erzählte und diese mit ihnen weiterentwickelte, sorgten für viel Zustimmung bei den Jüngeren.

Theater, Musik, Tanz, Gesang- der Kultur wurde an diesem Tag in unterschiedlichen Formen Raum gegeben!

8. Juli 2021 
Umwelt, Fairer Handel und Nachhaltigkeit im Sport

Gemeinsam mit dem Landessportbund organisierte das biz um 18:00 das digitale Seminar „Umwelt, Fairer Handel und Nachhaltigkeit im Sport“, das offen für alle Bremer und Bremerhavener Sportvereine war. Während der 90 Minuten erhielten die Teilnehmer*innen eine Einleitung in das Thema Nachhaltige Entwicklung und Fairer Handel, um danach in zwei Kleingruppen über verschiedene Aspekte von Nachhaltigkeit zu reden, die in einem Sportverein wichtig sind. Zum Schluss gab es einen kleinen Ausblick auf die kommenden Veranstaltungen und den Wunsch der Teilnehmenden, dieses wichtige Thema auch im eigenen Verein weiter zu verfolgen. 

03. Juli 2021
Weserwelle für den Klimaschutz – Mehr Mut zur Wende!

Das biz beteiligte sich mit der Betreuung eines Sammelpunktes und viel Werbung im Vorfeld an der vom BUND initiierten Aktion für mehr Klimaschutz in Bremen am Samstagmittag. Bei angenehmem Sommerwetter kamen gut 1.500 Menschen an den Osterdeich bzw. an die Schlachte, um gemeinsam mit einer coronagerechten Menschenkette und La Ola Wellen der bremischen Politik zu signalisieren, dass sie mehr für den Klimaschutz tun soll. Traurigerweise verdeutlichten die verheerenden Hochwasser in Rheinland-Pfalz und NRW rund zwei Wochen später die Dringlichkeit des Anliegens auf drastische Weise.

30. Juni 2021
Abschlusspräsentation der Learners Company

Learners Company an der Hochschule Bremen auch 2021 digital! Auftakt im Februar, Praxisphase ab April. Im Rahmen der Learners Company arbeiten Studierendengruppen in Projekten mit Praxispartnern zusammen. Das biz beteiligte sich mit dem Projekt „Traumschiff?! Schieflagen in der Kreuzfahrtindustrie – Entwicklung von Bildungmaterialien für die touristische Aus- und Weiterbildung“. Die Studierenden recherchierten und gestalteten vielfältige Materialien – analoge wie auch digitale Tools wurden entwickelt (u.a. ein Podcast). Insgesamt sind elf Bausteine entstanden. Am 30.06. wurden die Ergebnisse aller Projekte im Rahmen einer digitalen Konferenz den gut 80 Teilnehmer*innen vorgestellt. Die Ergebnisse der biz-Gruppe werden im Rahmen des aktuellen Kreuzfahrtprojekts voraussichtlich Ende des Jahres unter https://toolbox.bizme.de veröffentlicht.

24. Juni 2021
Nachhaltiger Konsum und Biosiegel: Umweltbewusst und nachhaltig einkaufen – Wie geht das?

Nele Wiehenkamp war mit 10 interessierten Teilnehmer*innen der o.g. Bildungszeit zu Besuch im biz-Infozentrum, um mehr über nachhaltigen Konsum zu erfahren. Randy Haubner hielt einen kurzen Vortrag darüber, was nachhaltiger Konsum ist und welche Handlungsoptionen es gibt. Danach kamen die Teilnehmer*innen in den Austausch mit den beiden Referentinnen. Das biz und seine Arbeit wurde vorgestellt und auch die politische Dimension von nachhaltigem Konsum thematisiert. Außerdem bestand viel Interesse an den verschiedenen Informationsbroschüren des biz.

22.-24. Juni 2021
Bremen Global Championship

Im Sportgarten durften an drei Tagen 12 Schulklassen unter dem Motto „Klima for Future!“ zusammenkommen. Die Trägerverbände – darunter auch das biz – organisierten die Stationen zum Thema Klimagerechtigkeit in diesem Jahr in Präsenz und mit Abstand. Da das Wetter an einem Tag nicht mitspielte, gab es noch einen Nachholtag für vier Klassen am 12. Juli 2021. Gesamtsieger wurde die Klasse 6a vom Gymnasium Horn, die die Türkei vertraten. Platz 2 belegte die Klasse 7d vom Gymnasium an der Hamburger Straße, die für Indien antraten. Der Preis für Fairness ging an die Oberschule an der Kurt-Schumacher-Allee und Bewegungssieger war die Wilhelm-Focke-Oberschule.

27. Mai 2021
Methoden-Stammtisch Globales Lernen

Nathalie Nagel stellte den GUT DRAUF Methodenkoffer „Nachhaltigkeit“ online vor. Er enthält Materialien und Methoden für Kinder und Jugendliche und ist von transfer e. V.. Die Themenfelder Bewegung, Ernährung und Entspannung, die im Rahmen des Projekts GUT DRAUF von Beginn an zentral waren, wurden hier mit Nachhaltigkeit verknüpft. Die Teilnehmer*innen probierten eine Methode direkt aus, nämlich das Nachhaltigkeits-ABC. Dazu schwärmten die TN in ihrer Umgebung aus, um zu jedem Buchstaben des Alphabets einen Gegenstand zu suchen, der in ihren Augen nachhaltig ist. Die Bewegung, der Spaß und der Austausch in der Gruppe waren positive Aspekte, die in der anschließenden Reflexion genannt wurden. Der Koffer enthält insgesamt ca. 20 Methoden für Kinder ab 8 Jahren und alle Altersstufen bis zu jungen Erwachsenen.  

13. April 2021
Die Zukunft der Kreuzfahrtindustrie

Im Gespräch mit Wolfgang Meyer-Henrich, Autor des Buches „Wahnsinn Kreuzfahrt“, haben wir einen Blick auf die Situation der Kreuzfahrt – vor und mit der Pandemie – geworfen, auch mit kurzem Blick auf Bremerhaven. Die großen Gewinne der Reedereien, Schiffsbauer*innen und Anbieter gehen einher mit Umweltverschmutzungen, schlechten Arbeitsbedingungen (Ausbeutung), Steuervermeidung und Ungleichheiten. Auch Destinationen sind in unterschiedlicher Weise betroffen (Stichwort: Overtourism). Der Referent stellte Forderungen an die Politik und beantwortete Fragen aus dem Chat. Rund 30 Online-Teilnehmer*innen waren bei der Veranstaltung dabei.

25. März 2021
Methoden-Stammtisch Globales Lernen

Nach Begrüßung und gegenseitiger Vorstellung sowie der aktuellen Lagebeschreibung probierten die Teilnehmer*innen wieder eine neue Methode aus. Birte Habel hatte „Die Erweiterung der Zeit“ ausgewählt – eine Übung, die aus der Sammlung „Arts-Based Methods for Transformative Engagement“ stammt. Diese lässt sich mit entsprechender Visualisierung auch online durchführen und vermittelt den Teilnehmenden einen anderen Zeithorizont, als sonst in der westlich-modern geprägten Welt üblich. In der anschließenden Reflexion kam diese kleine Meditation gut an.

24. März 2021
„Lernen die Welt zu verändern – mit dem Lernformat FREI DAY – Teil 2

Im zweiten Teil der Online-Fortbildung erhielten die Teilnehmenden von Birte Habel einen Überblick über die Akteure, die in Bremen für BNE stehen: Das BNE-Netz Bremen, die Landeskoordinatorin BNE, die außerschulischen Lernorte der Umweltbildung Bremen und die Botanika. Anschließend stellte Tobias Feitkenhauer die sieben Schritte zur Umsetzung des FREI DAY vor. Ein Film, Kleingruppenarbeit und eine ausführliche Fragerunde am Ende machten die Veranstaltung rund. Jetzt wissen alle, wo sie Unterstützung im Netzwerk bekommen können, um sich auf den Weg zu machen.

17. März 2021
Transformatives Lernen – Bildung für radikalen Wandel?

Timo Holthoff schärfte in seinem Online-Vortrag den Blick für die kulturellen Wurzeln des Krisensystems. Das Bild von einem Baum zog sich wie ein roter Faden durch den Vortrag. In der Krone zeigen sich die Symptome der Krise, wie z. B. Umweltzerstörung und Ungleichheit, im Stamm die Machtstrukturen in Institutionen und Regimen. Die Wurzeln sind die Denk- und Handlungsmuster der Moderne: Die Abkopplung des Menschen von der Natur, die Trennung von Körper und Geist, das Leistungs- und Nutzenprinzip, das Schwarz-Weiß-Denken und der Individualismus, um nur einige zu nennen.
Transformatives Lernen
… versucht, verinnerlichte Muster zu irritieren – als Befreiung aus (begrenzten und
schädlichen) modernen Vorstellungswelten
… ist ein ganzheitlicher Prozess des VerLernens
… stärkt verlorenen gegangene Verbindungen und heilt kollektive Traumata – um nur auszugsweise zu beschreiben, was es bedeutet.
In Kleingruppen erarbeiteten die Teilnehmer*innen, welche der Denkmuster sich im Bildungsbereich wiederfinden und wo man ansetzen könnte, um zu „irritieren“.

11. März 2021
Lernen die Welt zu verändern – mit dem Lernformat FREI DAY – Teil 1

Das Lernformat FREI DAY – eine Initiative von „Schule im Aufbruch“ wurde von Tobias Feitkenhauer online vorgestellt. Er machte deutlich, was den FREI DAY von Projektarbeit mit Schüler*innen unterscheidet. Wichtig für den FREI DAY sind die außerschulischen Partner*innen, die die Teilnehmer*innen in ihrer Bildungslandschaft mithilfe von atlas.schule ausfindig machen können. Exemplarisch stellten Birte Habel das biz vor und Henrike Welpinghus das Klimahaus. Deutlich wurde, dass wir alle uns noch weiterentwickeln müssen, vor allem, wenn es um Selbstlernmaterialien für Schüler*innen geht.
Grundsätzlich ermöglicht der FREI DAY aber mehr Vertrauen zu Schüler*innen, mehr Verantwortung für den eigenen Lernprozess und Selbstwirksamkeit. Deshalb passt der FREI DAY gut zur Bildung für nachhaltige Entwicklung.

17. Februar 2021
Klimawandel – ein anderes Klima ist möglich

Das biz führte das Modul „Klimawandel – ein anderes Klima ist möglich“ als Online-Seminar durch. Teilnehmer*innen waren 22 Freiwillige im Freiwilligen Ökologischen Jahr im Rahmen ihrer Seminarwoche, in Trägerschaft des sfd Bremen (Sozialer Friedensdienst). Im Input stellte Birte Habel vom biz die Länder Bangladesh und Niederlande unter Einfluss des Meeresspiegelanstiegs gegenüber und lud die Teilnehmerinnen anschließend zur virtuellen Expertenkonferenz für Zukunftsfragen ein. Diese stellten eine klare Vision 2070 auf und brachten diese anschließend in 10-Jahres-Schritten mit der Gegenwart in Verbindung. Mo Witzki vom biz begleitete sie bei diesem Prozess. Ideen für die Zukunft waren z.B. die gerechte Besiedelung des Mars, grüne Städte und Selbstversorgung. Die Rückmeldungen waren insgesamt positiv.

28. Januar 2021
Methoden-Stammtisch Globales Lernen

Dieses Mal standen „Online-Methoden für Globales Lernen“ auf dem Programm. Die Teilnehmerinnen konnten dazu auf einem online-Whiteboard kollaborativ zusammen arbeiten (Flinga). Zunächst wurden fünf Ziele mit Unterzielen zum Globalen Lernen konkretisiert („Globales Lernen soll …“). Anschließend sammelten die Teilnehmerinnen Ideen und trugen per Brainstorming Erfahrungen zu bereits angewendeten Online-Methoden zusammen. Diese wurden dann wiederum den Zielen zugeordnet. Vieles geht auch online, aber einiges auch nicht, z. B. die direkte Naturerfahrung oder lebhafte Gruppendiskussionen. Zum Ende gab es Tipps und Tricks von allen für alle sowie Empfehlungen für zwei Handreichungen.

28. Januar 2021
Sport, Nachhaltigkeit und Fairer Handel auch in eurem Verein!?

Im Rahmen der Kampagne „Sport handelt fair“ veranstaltete ein Bündnis von Akteuren aus Hamburg, Berlin, Leipzig und NRW zusammen mit der Bremer Sportjugend (BSJ) und dem biz das Online-Seminar „Sport, Nachhaltigkeit und Fairer Handel auch in eurem Verein!?“. Es gab im Vorfeld sehr großes Interesse von Menschen aus Sportvereinen, Trainer- und Sportler*innen, NGOs und Wirtschaftsvertreter*innen.  100 Teilnehmer*innen waren dann am 28. Januar dabei, als Greta Budde, die Kapitänin der 1.Frauen von Union Berlin, in die Thematik einführte. Nach einem Quiz zu Nachhaltigkeit und globaler Gerechtigkeit im Sport, organisiert von Gesellschaftsspiele Berlin, stellten sechs Vereine und Verbände aus verschiedenen Bundesländern ihre aktuellen Ansätze zum Thema vor. In fünf parallelen Workshops beschäftigten sich die Teilnehmenden anschließend mit verschiedenen Aspekten wie z.B. Einkauf fairer Produkte, Bildungsarbeit zum Thema im Verein, Vision meines Vereins in Bezug auf Nachhaltigkeit und Fairness, Leitfaden & Events. Fazit: Großes Interesse am Thema seitens der Vereine ist vorhanden und Fairness spielt nicht nur auf dem Spielfeld eine zunehmend wichtigere Rolle!  Aktuell wird eine Dokumentation der Veranstaltung erstellt. Zudem sind ein Follow-up für interessierte Teilnehmer*innen und eine zeitnahe Wiederholung der Veranstaltung für weitere Interessierte geplant.  Mehr Infos unter: sporthandeltfair.com

26. Januar 2021
Stammtisch der Kampagne für Saubere Kleidung

Insgesamt 5 Menschen trafen sich online zum CCC-Stammtisch. Thema war die Studie zum Thema Wie fair sind die Fanshops der Fußball-Bundesliga? von cum ratione. Die Inhalte und Ergebnisse der Studie wurden vorgestellt und diskutiert, insbesondere vor dem Hintergrund, dass der Fanshop von Werder Bremen nach denen von Union Berlin und VfB Stuttgart bei der Bewertung auf den 3. Platz gekommen war. Es wurden Ideen und Vorschläge für eine Weiterarbeit zum Thema gesammelt und beraten.

20. Januar 2021
Ernährung – von SuperKonsum bis Saatgutfestival – Das Wimmelbild

Die Online-Veranstaltung mit den Referentinnen von Janun (Miriam Winzer und Neele Fachmann) sowie Tina Putensen bot viele Anregungen, wie das Bild bei Veranstaltungen oder im Unterricht eingesetzt werden kann. Teile der Präsentationen wurden aufgezeichnet und stehen dauerhaft zur Verfügung, und zwar auf dem YouTube-Kanal des biz.

14. Januar 2021
Gutes T-Shirt | Böses T-Shirt – Für menschenwürdige Arbeit weltweit

Die Online-Veranstaltung Gutes T-Shirt – Böses T-Shirt. Für menschenwürdige Arbeit weltweit, die das biz und die Bremer Regionalgruppe der Kampagne für saubere Kleidung zusammen mit dem Bremer Europa-Abgeordneten Joachim Schuster, dem BeN und dem Afrika Netzwerk Bremen organisiert hatten, erfreute sich mit mehr als 60 Teilnehmenden einer sehr guten Resonanz. Nach einer informativen Einführung ins Thema durch Uwe Wötzel (Ver.di / Initiative Lieferkettengesetz) diskutierten Björn Böhning (Staatssekretär im BMAS), Elke Hortmeyer (Bremer Baumwollbörse) und Dr. Sabine Ferenschild (Südwind / Kampagne für Saubere Kleidung) Fragen rund um das Thema Lieferkettengesetz.
Die Argumente und Anforderungen für ein wirksames Lieferkettengesetz wurden von NGOs und Gewerkschaften deutlich benannt. Ebenso formulierte das BMAS als Anliegen ein „robustes“ deutsches Gesetz noch in dieser Legislaturperiode auf den Weg zu bringen. Eher problematisch sieht die Baumwollbörse das Vorhaben: ein solches Gesetz sei ein „großer Schritt“ und es müssten noch viele Menschen mitgenommen werden auf dem Weg. Dank der souveränen Moderation von Anke Butscher konnten zahlreiche Fragen und Beiträge der Teilnehmenden mit in die Debatte einfließen.

13. Januar 2021
Klimawandel – ein anderes Klima ist möglich

Das biz führte das Modul „Klimawandel – ein anderes Klima ist möglich“ als Online-Seminar durch. Teilnehmer*innen waren 26 Freiwillige im Freiwilligen Sozialen Jahr im Rahmen ihrer „Seminarwoche Politische Bildung“, in Trägerschaft der Diakonie Bremen. Im Input stellte Birte Habel vom biz die Länder Bangladesh und Niederlande unter Einfluss des Meeresspiegelanstiegs gegenüber und lud die Teilnehmerinnen anschließend zur virtuellen Expertenkonferenz für Zukunftsfragen ein. Diese stellten eine klare Vision 2070 auf und brachten diese anschließend in 10-Jahres-Schritten mit der Gegenwart in Verbindung. Ana María Becker vom biz begleitete sie bei diesem Prozess. Ideen für die Zukunft waren z.B. Bildungschips, E-Flugzeuge, Hyperloops, fairer Handel oder das Umwelt-Konto. Das Seminar konnte mit Hilfe von Online-Gruppen, -Whiteboards und Methoden wie z. B. reflexiver Fotografie zeigen: Online-Seminare mit Jugendlichen sind möglich! Die Rückmeldungen lauteten: „Abwechslungsreich“, „informativ“, „hat Spaß gemacht“.